Rechts außen im Weltnetz
Januar 26th, 2011 | Abgelegt unter Facebook, Rechtsradikalismus, StudiVZ | 2 Comments
Vier Jahre ist es mittlerweile her, dass ich an dieser Stelle über rechtsextreme Gruppen im sozialen Netzwerk “StudiVZ” berichtet habe. Seltsamerweise bringt mir dieser Text bis heute noch die meisten Besucher ein. Das liegt nicht daran, dass sich besonders ideologiekritische Leser auf Channelshift verirren würden – es gibt einfach nur hunderte von Menschen, die aus mir unerfindlichen Gründen den Gruppennamen “Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten” googeln.1
Astrid Geissler und Christoph Schultheis beschreiben in “Wie Nazis das Netz besetzen“, wie Rechtsradikale in diversen sozialen Netzwerken zum Alltagsphänomen geworden sind. Der Text ist ein Vorabausdruck der taz aus dem Buch “Heile Welten”, das am siebten Februar im Carl Hanser Verlag erscheinen wird. Indessen hat sich die Haltung der Firmen, die längst den Start-Up-Schuhen entwachsen sind, keinen Deut verändert: Gelöscht werden selbst rechtswidrige Inhalte nur in den seltensten Fällen, denn Kontrollen sind kostspielig – und zur Not laden “Pommerngirl” und Co. ihren fremdenfeindlichen Dünnschiss einfach unter einem neuen Benutzernamen hoch.
1 Noch seltsamer ist, dass einige Leute den nicht gerade tiefsinnigen Spruch tatsächlich nicht zu verstehen scheinen. Sonst würden sie nicht “Was heißt ‘Nach Frankreich fahr’ ich nur auf Ketten’” googeln,oder?

Januar 26th, 2011at 09:05(#)
ich dachte “Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten” sei ne offizele Junge Union Seite
Januar 27th, 2011at 21:34(#)
Nur, weil der da Mitglied war?